• Drosselung: Die Telekom schiebt LTE-Kunden den Riegel vor

    Die LTE-Technologie steht kurz vor dem Sprung aus den Startlöchern. Schon bald wird sich zeigen, ob sich die Großinvestitionen der Mobilfunkkonzerne in Netzausbau und Lizenzen gelohnt haben, denn ab dem Frühjahr 2011 sollen die kommerziellen LTE-Angebote richtig durchstarten. Nachdem nun die Telekom ihre Preismodelle veröffentlicht hat, zeigen sich erste Negativaspekte der Tarifkonditionen.

    Call&Surf Comfort via Funk

    Ab dem 1. April möchte die T-Com ihre LTE-Angebote, die auf den ersten Blick einen attraktiven Eindruck machen, offiziell an den Mann bringen. Das erste LTE-Angebot, genannt „Call&Surf Comfort via Funk“, bestehend aus Festnetz-Flat via normalem Festnetzanschluss und LTE-Datenflatrate, soll monatlich 39,95 Euro kosten – mit einem Haken: Der als „Datenflatrate“ bezeichnete Tarif ermöglicht zwar zeitlich ein uneingeschränktes Surfvergnügen, bietet jedoch kein unbegrenztes Datenvolumen.

    Ab 3 Gigabyte wird es langsamer

    Wird ein Datenvolumen von 3 Gigabyte erreicht, drosselt der Anbieter die Datenrate deutlich von etwa 3.000 Kbit/s auf nur noch 1.000 Kbit/s im Downstream.Werden 5 GB Datenvolumen erreicht, schlägt die Drosselung noch härter zu und beschränkt den maximalen Downstream auf magere 364 Kbit/s – das ist lediglich UMTS-Geschwindigkeit!

    Volumenbeschränkungen mit folgender Drosselung sind zwar heutzutage z.B. bei mobilen Internettarifen nichts besonderes mehr, der Telekom-Slogan „Mit DSL-Geschwindigkeit surfen“ kann den Interessenten allerdings schnell irreführen.

    Gerade in der heutigen Zeit, in der das Internet immer Breitbandintensiver wird, schmälern Einschränkungen des Datenvolumens schnell das Surfvergnügen. Es bleibt abzuwarten, wie die Telekom ihre späteren Tarife auslegt, um sich im Kampf um LTE-Neukunden nicht selbst ins Abseits zu drängen.

    Post Tagged with , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.